Golfclub München-Riedhof: Strategie schlägt Länge , und hier ist der Beweis
Wer den Riedhof zum ersten Mal spielt, verlässt ihn mit einer Liste von Fehlern, die er beim nächsten Mal nicht mehr machen will. Wer ihn zum zweiten Mal spielt, versteht warum. Und wer das kostenlose Birdiebook vorab studiert, spielt von Anfang an schlauer.
Der Golfclub München-Riedhof liegt in Egling, rund 30 Kilometer südlich von München im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz wurde 1991 von Architekt Heinz Fehring entworfen , dem ersten Trainer von Bernhard Langer , und gilt heute als einer der besten Plätze im Münchner Süden. CR 71,5 / Slope 132 von den Gelben Tees, Par 72, gut 5.873 Meter. Klingt machbar. Ist es aber nur, wenn man weiß, wo die Fallen liegen.
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Hier Werbung buchenWasser, Biotop und 80+ Bunker: Was das Birdiebook verrät
Das offizielle Birdiebook des GC Riedhof ist kostenlos am Sekretariat erhältlich , und es ist eines der informativer gestalteten Birdiebooks in Bayern. Jede Bahn zeigt exakte Abstände zu Bunkern, Wasserhindernissen und Grünvorderrand, dazu die Grünmaße und alle sechs Fahnenpositionen.
Was auffällt, wenn man alle 18 Bahnen systematisch durcharbeitet: Wasser ist auf zwölf von achtzehn Löchern relevant. Nicht immer direkt im Spielweg, aber fast immer strafend bei einer falsch gewählten Spiellinie.
Drei Beispiele aus dem Birdiebook, die vielen Erstspielern teuer werden:
Bahn 3 (Par 4, 289 m, HCP 13): Sieht wie ein lockerer, kurzer Par 4 aus. Das Wasser links beginnt jedoch bereits neben dem Abschlag und zieht sich die gesamte linke Seite entlang bis ans Grün. Wer links spielt , sei es mit Draw oder einfach ungenauen Abschlag , landet nass. Rechts-Mitte vom Abschlag ist die einzig sichere Linie. Das Grün (21×29 m) ist dann gut anspielbar.
Bahn 12 (Par 5, 453 m, HCP 2): Das zweitschwerste Loch des Platzes wird von einem großen Wasserhindernis links dominiert, das ab ca. 143 m bis 207 m vom Abschlag die gesamte linke Fairwaykante belegt. Wer hier mit Draw spielt oder den zweiten Schlag zu weit links dreht, ist weg. Die richtige Seite: konsequent rechts-Mitte, auf beiden langen Schlägen.
Bahn 17 (Par 4, 341 m, HCP 4): Das schmalste Grün des gesamten Platzes , nur 15 Meter breit. Beidseitig flankiert von Bunkern, am Ende eines Lochs, das mit Biotop links beim Abschlag und einem Bunker-Cluster bei 58, 96 m vor dem Grün bereits vorher keine Fehler verzeiht. Wer hier kein genaues Abstands- und Richtungsmanagement betreibt, sammelt Strafschläge.
Warum das Birdiebook hier mehr wert ist als anderswo
Viele Plätze haben ein Birdiebook, das im Wesentlichen hübsch aussieht. Das Birdiebook des GC Riedhof ist ein taktisches Arbeitswerkzeug. Die Grünmaße aller 18 Bahnen sind angegeben , und sie variieren enorm: Das größte Grün (Bahn 5) misst 26×44 Meter, das kleinste (Bahn 17) nur 15×30 Meter. Wer das weiß, wählt den richtigen Schläger. Wer das nicht weiß, rätselt auf dem Grün.
Dazu zeigt das Birdiebook alle sechs täglichen Fahnenpositionen. An einem Loch wie Bahn 14 (Par 5, Grün 19×38 m) bedeutet das einen Längenunterschied von bis zu zwei Schlägern zwischen vorderster und hinterster Fahnenposition. Das ist kein Detail , das ist der Unterschied zwischen Birdie und Bogey.
Fazit: Erst lesen, dann spielen
Der Golfclub München-Riedhof ist ein Platz, den man nicht blind angehen sollte. Die Kombination aus Wasser auf fast jeder zweiten Bahn, 80+ Bunkern und schnellen USGA-Greens (ca. Stimp 10 Fuß) macht eine gute Vorbereitung unverzichtbar.
Das kostenlose Birdiebook gibt es direkt am Sekretariat des GC Riedhof. Wer sich vorab vorbereiten möchte, findet auf dieser Seite den vollständigen Loch-für-Loch-Strategieführer zum Download , mit allen Wasserhindernissen, Bunker-Lagen, Grünmaßen und Spielempfehlungen für HCP 11 bis 25.
Birdiebook herunterladen → Platz verstehen → besser spielen.
Golfclub München-Riedhof
Was Heinz Fehring hier gebaut hat, ist kein Paradeplatz für Longhitter. Es ist ein Platz, der Golfdenken belohnt. Das kurze Par 4 auf Loch 3 (289m) zieht Länge-Golfer immer wieder in den Griff. Das Doppel-Dogleg auf Loch 4 macht aus einem fünfstelligen Handicaper noch keinen Par-5-Birdiespieler. Und die zurückhaltenden, aber hinterhältigen Breaks auf den USGA-Greens erinnern regelmäßig daran, dass Lesen wichtiger ist als Kraft.
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Golfclub München-Riedhof e.V. · Riedhof 16 · 82544 Egling · www.riedhof.de
